Landessieger beim Staffelmarathon der Grundschulen
Nach viel Training war es am Freitag (12.6.26) soweit. Unser Team der Landschule an der Eider (bestehend aus drei Jungen, drei Mädchen, einem Vater und einer Lehrerin) machte sich auf dem Weg nach Helgoland. Wir hatten uns beim Kreisentscheid qualifiziert, um uns nun mit 25 weiteren Grundschulen aus Schleswig-Holstein beim Landesentscheid messen zu können. Die 24 weiterführenden Schulen hatten ihre eigene Wertung.
Am Freitag wurde erstmal die Strecke abgegangen und gemeinsam beratschlagt, wie man den Düsenjäger (ca. 200m langer Berg mit bis zu 40% Steigung und ca. 30m Höhenunterschied) am besten „besiegt“ und wie man am Ende der Strecke am besten den Berg wieder runter kommt (Baumstammrollen war nicht zu empfehlen;-)).
Geschlafen wurde auf Luftmatratzen in der Schule. Am Samstagmorgen um 6 Uhr aufstehen, Laufklamotten an und zum Frühstück. Anschließend ging es zu Start, um sich dort gemeinsam mit allen 400 Läuferinnen und Läufern zur Musik zu erwärmen und einzustimmen.
Um 9 Uhr fiel der Startschuss. Piet und Luca waren unsere ersten beiden Läufer. Piet übergab das Staffelband nach einer Runde um die Insel an mich und Luca an Ralf. Die dritte Runde liefen Carl und Lotta, die am Ende ihre Bänder an Mette und Nele weitergaben. Der heftige Wind machte es allen extrem schwer. Gerade oben auf den Klippenwegen wurden wir immer mal wieder vom Weg gepustet. Dann setzte auch noch Regen ein. Aber alle kämpften sich durch.
Bei der Siegerehrung gab es dann eine Überraschung. Wir konnten vorher überhaupt nicht abschätzen für welchen Platz unsere Zeit von 3:14.59 Stunden gereicht hatte. Unser Wunsch war unter die Top 5 zu kommen. Und dann die Sensation: 1. Platz – Landessieger beim Staffelmarathon der Grundschulen. Die Freude war riesig!
Nach der Siegerehrung kam dann das nächste Abenteuer. Unsere Fähre hatte einen Motorschaden und konnte uns nicht abholen. Eine andere Fähre nahm die über 400 Leute zum Glück mit, allerdings nach Cuxhaven. Von dort fuhr dann eine extra gecharterte Fähre nach Büsum. Da die Strecke aber natürlich um das Wattenmeer herumführen musste, wurde es auf dieser Strecke sehr schauklig. Reihenweise spuckten Kinder. Die Belegschaft hatte zum Glück schnell viele Spucktüten parat. Gegen 23 Uhr erreichten wir Büsum. Die Busse standen bereit, so dass alle gegen 1:30 Uhr zuhause waren….nach über 19 Stunden auf den Beinen, Höchstleistung beim Lauf und etwa 7 Stunden auf der Fähre. Aber die Kids haben auch dieses Abenteuer super gemacht! Ich bin unfassbar stolz auf dieses wirklich tolle Team! Und einen großen Dank an Jessi für die Unterstützung vor Ort. Es war ein erfolgreiches und unvergessliches Abenteuer für uns alle.
Sarah Schwarten